Die Qual der Wahl –
warum wir welche Computerspiele spielen
Ob Shooter, Strategie oder Sport –
Computerspiele eröffnen eine schier unendliche Welt an
Möglichkeiten. Warum aber werden bestimmte Spiele anderen
bevorzugt? Was motiviert Menschen überhaupt dazu,
Computerspiele zu spielen? Der
Kommunikationswissenschaftler Tilo Hartmann stellt erstmals
ein umfassendes psychologisches Erklärungsmodell für die
Auswahl unterhaltsamer Medienangebote vor.
In hitzigen Debatten um so genannte Killerspiele steht die
politische Profilierung oft höher im Kurs als die
wissenschaftliche Erkenntnis. Welche Möglichkeiten aber
eine dezidierte Auseinandersetzung mit der individuellen
Auswahl von Computerspielen eröffnet, zeigt Tilo Hartmann
in seinem neuen Band. Auf hohem theoretischem Niveau setzt
er sich mit der Frage auseinander, von welchen Wissens-,
Kompetenz- und Motivbeständen innere Auswahlprozesse
beeinflusst werden. So wird deutlich, dass sowohl
individuelle Einstellungen als auch die Reaktionen des
sozialen Umfelds einen erheblichen Einfluss darauf haben,
welche Computerspiele letztendlich gespielt werden und
welche nicht. Dabei wird auch die oft gestellte Frage
beantwortet, warum so viele Menschen überhaupt keine
Computerspiele nutzen.
Der Band erscheint als vierter Teil der neuen Reihe
„Unterhaltungsforschung“ im Herbert von Halem
Verlag. Mit seiner eigenständigen Definition des Begriffs
„Unterhaltung“ und seiner komplexen Erklärung
von Auswahlprozessen schafft Tilo Hartmann eine wichtige
Grundlage für diese immer noch junge Forschungsdisziplin.
Das Buch richtet sich in erster Linie an Wissenschaftler
und Studenten im Bereich Unterhaltungs- und
Selektionsforschung, ist aber auch für Entscheidungsträger
im Bereich Medienpolitik und Medienpädagogik sowie für die
Computerspieleindustrie von hohem Interesse.