21.04.2008
Journalistenausbildung,
Empirie und Auftragsforschung
Fernsehen für jeden, Neugründungen von Zeitungen und
Magazinen, Proteste gegen den Springer-Konzern: In den
1960er-Jahren hat sich die deutsche Medienlandschaft stark
verändert. Das Mehrangebot und das stärkere Eindringen der
Medien in den Alltag hat die Debatte um ihre individuellen
und gesellschaftlichen Wirkungen angeheizt.
Auch die Kommunikationswissenschaft musste hier reagieren:
Der vorliegende Band zeigt anhand von vier Fallstudien, wie
die Kommunikationswissenschaft am Münchener Institut die
damit verbundenen Herausforderungen annahm. Der Nachfrage
der Studierenden nach einer praxisnahen Ausbildung für
Kommunikationsberufe wurde mit dem Diplom-Studiengang
Journalistik begegnet, dem Steuerungsbedarf der Politik und
dem Wunsch der Praxis nach wissenschaftlichen Grundlagen
wurde mit einer Professur für empirische
Kommunikationsforschung sowie mit der Arbeitsgemeinschaft
für Kommunikationsforschung (AfK) Rechnung getragen.
Der Band versammelt Befunde aus Abschlussarbeiten, die sich
mit der Geschichte des Münchener Instituts befassen. Er
ergänzt den Band “80 Jahre Zeitungs- und
Kommunikationswissenschaft in München” (ISBN
978-3-931606-71-8) um eine systematische Aufarbeitung der
Kontroversen im Institut und eine Bibliografie aller dort
erstellten Dissertationen von 1925 bis 2007.