12.09.2007
Journalistische
Feldzüge oder Ich bild´ dir eine Meinung
Propaganda, Diffamierung, tendenziöse
Berichterstattung und Polarisierung – immer häufiger
wird der Vorwurf des Kampagnenjournalismus laut. Vasco
Boenisch prüft in Strategie: Stimmungsmache.
, was
Kampagnenjournalismus überhaupt ist und nimmt das Geflecht
von Massenmedien und Politik unter die Lupe.
Der Autor beschreibt “Kampagnenjournalimus” als
eine komplexe, massenmediale Kommunikationsstrategie und
benennt seine Elemente und Vorgehensweisen. Er zeigt, wie
die Bereitschaft zu einem solchen Journalismus im
Selbstverständnis zumindest einiger Berufsträger verankert
ist. Doch welche Folgen hat es für die politische Kultur,
wenn diese Journalisten sich als politische Akteure
verstehen?
Als Beispiel für seine Analyse dient dem Autor die
Berichterstattung der Bild-Zeitung aus dem Jahr 2001 über
die Straßenkämpfer-Vergangenheit der ehemaligen
Bundesminister Joschka Fischer und Jürgen Trittin.
Für diese Arbeit erhielt Vasco Boenisch den „Best
Thesis Award“ für herausragende Abschlussarbeiten des
Instituts für Kommunikationswissenschaft und
Medienforschung der Ludwig Maximilians-Universität München.
„Wer wissen will, wie Kampagnen gemacht werden,
sollte dieses Buch als Betriebsanleitung benutzen. Wer
wissen will, was getan werden muss, um guten Journalismus
zu machen, sollte es studieren. Wer wissen will, wie
kritisch es um einige Bereiche des Journalismus in diesem
Land bestellt ist, kann sich durch die Lektüre dieses
Buches ein eindrucksvolles „Bild“ davon
machen.“ (Petra Dorsch-Jungsberger)